Zeitungsausschnitt "Mit Kampfschrei zu mehr Selbstvertrauen" mit zwei Fotos: ein Kind beim Tritt ins Schlagpolster und die Tiger-Kids-Trainingsgruppe in Garching an der Alz Zeitung

07. März 2026 · Quelle: Traunreuter Anzeiger

Mit Kampfschrei zu mehr Selbstvertrauen: Taekwon-Do in Garching an der Alz

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Traunreuter Anzeiger berichtet über das Taekwon-Do-Kindertraining in den Räumen der Herz-Jesu-Kirche in Garching an der Alz. Wer selbst einsteigen möchte, kann ein Probetraining vereinbaren.
  • Sergej Neumüller, 32-jähriger Meister mit 3. Dan, unterrichtet dort seit rund einem Jahr Panda-Kids und Tiger-Kids ab dreieinhalb Jahren.
  • Schulgründer Thomas Könnecke, 51, Träger des 6. Dan, eröffnete 2001 seine erste Kampfkunstschule in Traunreut.
  • Im Training lernen Kinder den Kampfschrei „Kihap" sowie ein bewusstes „Nein" für den Ernstfall.
  • Bericht des Traunreuter Anzeigers vom 7. März 2026.

Donnerstagnachmittag in den Räumen der Herz-Jesu-Kirche in Garching an der Alz: Rund ein Dutzend Kinder stehen barfuß in einer Reihe, die Aufmerksamkeit ganz nach vorne gerichtet. Dann folgt ein Sprung, ein Tritt ins Schlagpolster und ein lauter Kampfschrei.

Seit etwa einem Jahr unterrichtet hier Sergej Neumüller, ein 32-jähriger Taekwondo-Meister aus Traunreut. Er bietet Kurse für Kinder ab dreieinhalb Jahren, Jugendliche und Erwachsene an: Ab 16 Uhr starten die „Panda-Kids”, eine Gruppe von etwa 15 Kindern bis zu einem Alter von sechs Jahren, eine Stunde später folgen die „Tiger-Kids” im Alter von acht bis elf Jahren, bevor Jugendliche und Erwachsene an der Reihe sind.

Keine Vorkenntnisse nötig

„Wer neu anfängt, wird genauso abgeholt wie jemand, der schon Erfahrung hat”, sagt Sergej Neumüller. Das Training sei bewusst individuell aufgebaut, damit jeder auf seinem eigenen Niveau Fortschritte machen kann. Neumüller selbst trägt den 3. Dan und unterrichtet inzwischen hauptberuflich.

Gegründet wurde die Schule von Thomas Könnecke: Der 51-Jährige trägt den 6. Dan und hat 2001 seine Kampfkunstschule in Traunreut eröffnet. Der dreifache Vater baute das Angebot stetig aus und bildete Gruppen an zahlreichen Orten in Südostbayern. Während Könnecke selbst heute vorrangig in Salzburg unterrichtet, lehrt Neumüller neben Garching auch in Neuötting, Traunreut und Trostberg.

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Nicht nur Leistung zählt

Das Credo der Kampfkunstschule Könneckes ist, dass Leistung allein nicht entscheidet. Natürlich geht es auch um Technik und Beweglichkeit im Unterricht. Genauso wichtig sind aber Aufmerksamkeit und das Gefühl, zur Gruppe dazuzugehören. Die Schüler lernen, auf sich und aufeinander zu achten, Regeln einzuhalten und Anweisungen zu folgen.

Während den Trainingsstunden nimmt sich Sergej Neumüller bewusst Zeit für das ein oder andere Gespräch. „Hat jemand von euch Probleme mit Mitschülern?”, fragt er während des Unterrichts in die Runde – und einige Kinder melden sich. „Solche Geschichten hören wir häufig”, erklärt Neumüller nach der Stunde. Gerade Jugendliche kämen regelmäßig mit ihren Sorgen zu ihm.

„Nein” sagen will gelernt sein

Thomas Könnecke, der von sich sagt, ein sehr schüchternes Kind gewesen zu sein, legt großen Wert darauf, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Im Training lernen die Kinder, dass ihre Stimme eine entscheidende Rolle spielt, wenn es gefährlich wird. Den Taekwondo-Kampfschrei „Kihap” auszustoßen, brauche schon Überwindung, so Könnecke. Mit dem selbstbewussten Schrei lernen Kinder auch, ein bestimmtes „Nein” oder „Lass mich in Ruhe” auszusprechen.

„Täter suchen sich keine Gegner, sondern Opfer”, erklärt Könnecke. Neben Wendigkeit und Schnelligkeit lernen die Kinder in seiner Schule auch, ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln – und dafür, mit welchem Abstand zu anderen Personen sie sich wohl und sicher fühlen. „Trainiert wird bei uns grundsätzlich ohne Kontakt”, erklärt Könnecke. „So erlangt man ein Gespür dafür, wo die persönliche Grenze liegt.”

Bei seinen Schülern in Garching hat Sergej Neumüller seit Beginn des Kurses schon einige Fortschritte feststellen können: Die Bewegungen der Kinder werden sicherer, sie trainieren konzentrierter, und stillere Kinder trauen sich inzwischen deutlich mehr.

Auch für Kinder in Garching an der Alz gibt es einen unverbindlichen Schnupperunterricht bei den Taekwon-Do Schulen Könnecke.

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Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen: Mit Kampfschrei zu mehr Selbstvertrauen: Taekwon-Do in Garching an der Alz

Wer leitet das Taekwon-Do-Kindertraining in Garching an der Alz?

Sergej Neumüller, ein 32-jähriger Meister mit 3. Dan aus Traunreut, unterrichtet seit rund einem Jahr in den Räumen der Herz-Jesu-Kirche in Garching an der Alz. Er leitet dort die Panda-Kids ab dreieinhalb Jahren sowie die Tiger-Kids im Alter von acht bis elf Jahren.

Warum wird im traditionellen Taekwon-Do ohne Körperkontakt trainiert?

Ohne Kontakt zu trainieren gibt Kindern die Möglichkeit, ein Gefühl für den eigenen Körper und die persönliche Distanz zu entwickeln, statt Verletzungsrisiken einzugehen. Schulgründer Thomas Könnecke erklärt: So lernen die Schülerinnen und Schüler, wo die eigene Grenze liegt, und trainieren trotzdem Wendigkeit und Schnelligkeit.

Wo unterrichtet Sergej Neumüller außer in Garching an der Alz?

Neben Garching an der Alz unterrichtet Sergej Neumüller auch in Neuötting, Traunreut und Trostberg. Damit deckt der 3.-Dan-Träger mehrere Standorte im Netzwerk der 2001 von Thomas Könnecke in Traunreut gegründeten Taekwon-Do Schulen ab, während Könnecke selbst heute vorrangig in Salzburg unterrichtet.

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