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30. Oktober 2010 · Quelle: Bayernwelle Südost

Bayernwelle Südost: 17 Jahre Traunpassage – Interview mit Thomas Könnecke

Das Wichtigste in Kürze

  • Bayernwelle Südost sendete am 30. Oktober 2010 live aus der Traunreuter Traunpassage zu deren 17. Geburtstag und dem neun Jahre zuvor eröffneten Taekwondo Center.
  • Im Interview erklärte Thomas Könnecke, dass traditionelles Taekwon-Do anders als Karate, Judo oder Kickboxen nicht wettkampforientiert ist.
  • Die Schule unterrichtet Schülerinnen und Schüler vom 4. Lebensjahr bis ins hohe Alter; die damals älteste Schülerin war 65 Jahre.
  • Empfohlen wird zweimal wöchentliches Training: einmal zum Kennenlernen einer Übung, einmal zur Festigung.
  • Bericht von Bayernwelle Südost vom 30. Oktober 2010.

Am 30. Oktober 2010 war Bayernwelle Südost live vor Ort, als die Traunreuter Traunpassage ihren 17. Geburtstag feierte – und mit ihr das neun Jahre zuvor eröffnete Taekwondo Center. Im Live-Interview aus dem Einkaufszentrum befragte die Moderatorin Thomas Könnecke, Inhaber und Leiter der Schule, zu Wesen und Alltagsnutzen des traditionellen Taekwon-Do.

Bayernwelle Südost, 30. Oktober 2010: 17 Jahre Traunpassage – Interview mit Thomas Könnecke

Kein Wettkampfsport, sondern Selbstentwicklung

Auf die Frage nach dem Besonderen am Taekwon-Do erklärte Könnecke den zentralen Unterschied zu Karate, Judo oder Kickboxen: Es geht nicht darum, ständig zu Wettkämpfen zu fahren, sondern den eigenen Körper, die eigene Koordination, Körperbeherrschung und Konzentration aufzubauen. Diese Konzentrationsfähigkeit zahle sich nach seiner Erfahrung auch außerhalb der Trainingshalle aus – Schülerinnen und Schüler würden schulisch wie beruflich Leistungssteigerungen zurückmelden, gerade bei Kindern.

Vom Vierjährigen bis zur 65-Jährigen

Besonders deutlich wurde im Gespräch die Altersspanne der Schule: Die jüngsten Schülerinnen und Schüler beginnen mit vier Jahren, die damals älteste Schülerin war 65 – und hatte selbst erst mit 60 angefangen. Wer glaubt, für Taekwon-Do erst fit oder gelenkig sein zu müssen, liege damit falsch: Kondition und Beweglichkeit entstünden im Training, nicht davor. Trainiert wird gemeinsam in einer Einheit, oft sogar mit ganzen Familien, ergänzt um spezielle Kinderstunden.

Bayernwelle Südost, 30. Oktober 2010: Live-Interview mit Thomas Könnecke zum 17-jährigen Jubiläum der Traunreuter Traunpassage.

Vollständiges Transkript des Interviews

Gerüß Gott an diesem Samstag aus der Traunpassage Traunreut. 17. Geburtstag feiern wir heute, und seit 1993 gibt es die Traunpassage Traunreut, seit neun Jahren gibt es das Taekwondo Center in der Traunpassage – wobei das nicht ganz richtig ist: Man muss quasi einmal durch den Haupteingang durch und dann hinten raus in Richtung Hausverwaltung, da gibt es das Taekwondo Center. Und bei mir ist jetzt der Inhaber und Leiter, Thomas Könnecke. Hallo, Herr Könnecke. Taekwondo ist ein Kampfsport, so viel weiß ich auch, aber viel mehr kann ich mir darunter eigentlich nicht vorstellen. Jetzt klären Sie uns mal auf: Was ist denn das Besondere, das Tolle, das Außergewöhnliche am Taekwondo?

Also wir machen traditionelles Taekwondo. Es unterscheidet sich dahingehend von Karate, Judo und Kickboxen, dass wir nicht wettkampforientiert sind. Das heißt, wir fahren nicht ständig auf irgendwelche Wettkämpfe. Es kommt darauf an, dass man sich selbst, seinen eigenen Körper, seine eigenen Fähigkeiten aufbaut, wie Koordination, Körperbeherrschung, Konzentration. Das sind alles Sachen, die bei uns sehr geschult werden, und man muss eben nicht an irgendwelchen Wettkämpfen teilnehmen.

Das sind ja Sachen – wenn Sie jetzt gerade Konzentration ansprechen –, die ich auch im täglichen Leben brauchen kann. Nutzt mir das auch was im Alltag?

Also meine eigene Erfahrung ist, dass es sehr nützlich ist, und ich höre es auch immer wieder von meinen Schülern, dass die halt da wirklich Leistungssteigerungen verzeichnen, schulisch, von der Konzentration her, vor allem bei den Kindern, oder auch in der Arbeitswelt.

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Jetzt ist es bei vielen Sportarten ja so: Um da einigermaßen gut zu werden oder erfolgreich zu sein, sollte man dann schon möglichst früh anfangen. Wie ist das beim Taekwondo? Kann ich da als Erwachsene auch noch einsteigen, oder ist es hilfreich, als Kind einzusteigen?

Also gerade deswegen, weil wir eben ohne Kontakt arbeiten, ist das Spektrum bei uns sehr breit. Meine Jüngsten fangen mit vier an, und die älteste Schülerin ist momentan 65 Jahre – die hat auch mit 60 Jahren erst angefangen. Also das funktioniert einwandfrei. Es ist auch ein Trugschluss zu glauben, dass man immer schon fit sein muss. Viele denken, sie sind nicht so gelenkig, sie haben keine Kondition – das wird erst im Laufe des Trainings aufgebaut. Man muss also im Prinzip keine Voraussetzungen mitbringen.

Wenn Sie da so eine große Altersbreite haben – haben Sie dann verschiedene Kurse, oder schmeißen Sie einfach alle in einen Topf?

Also es ist bei uns so aufgebaut, dass alle in einem Training, in einer Einheit teilnehmen können. Es gibt zwar spezielle Kinderstunden, aber ich habe viele Familien, wo praktisch Eltern mit ihren Kindern zusammen am Unterricht teilnehmen.

Trotzdem – wie bei jedem Sport – ist es wahrscheinlich auch beim Taekwon-Do so, dass man es regelmäßig machen sollte, um einigermaßen gut zu werden, auch wenn es nicht wettkampforientiert ist, oder um Fortschritte zu erzielen. Wie oft sollte ich kommen?

Um die Steigerung der Fähigkeiten festzustellen, sollte es eigentlich zweimal die Woche sein: einmal die Woche, um die Übungen das erste Mal zu sehen, und ein zweites Mal in der Woche, um das Ganze zu festigen und die Übung zu bekommen.

Wenn ich jetzt neugierig geworden bin – und das bin ich übrigens wirklich – und sage, das möchte ich vielleicht mal ausprobieren: Kann ich einfach vorbeikommen, oder muss ich mich direkt fest anmelden?

Also grundsätzlich ist es möglich, einfach vorbeizukommen – normale Trainingsbekleidung, Jogginghose, T-Shirt mitbringen. Trainiert wird immer barfuß, weil wir Mattenböden haben, und dann kann man es einfach ausprobieren. Wenn man aber jetzt speziell nochmal sicherheitshalber wegen den Stunden fragen möchte, dann am besten anrufen. Wir haben auch immer Ferienunterricht – da wäre es besser, wenn man vorher nochmal anruft oder im Internet nachschaut, weil da der Stundenplan ein bisschen reduziert ist, aber grundsätzlich auch während der Ferien immer, also auch nächste Woche, wenn Herbstferien sind.

Vielen Dank, Thomas Könnecke, hier vom Taekwondo Center. Wir sind hier noch eine gute Stunde in der Traunpassage in Traunreut. Unser Glücksrad läuft heiß, jeder will hier drehen, jeder will die tollen Preise haben, und unsere Glücksfee ist in voller Action. Wir melden uns gleich wieder hier live aus der Traunpassage.

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Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen: Bayernwelle Südost: 17 Jahre Traunpassage – Interview mit Thomas Könnecke

Was unterscheidet traditionelles Taekwon-Do von anderen Kampfsportarten?

Traditionelles Taekwon-Do ist anders als Karate, Judo oder Kickboxen nicht wettkampforientiert, erklärte Thomas Könnecke von den Taekwon-Do Schulen Könnecke im Interview mit Bayernwelle Südost. Im Mittelpunkt stehen Koordination, Körperbeherrschung und Konzentration statt ständiger Turnierteilnahme – seit der Schulgründung 2001 in Traunreut der zentrale Ansatz der Schule.

Ab welchem Alter kann man mit Taekwon-Do anfangen?

Von 4 Jahren bis ins hohe Alter: Bei den Taekwon-Do Schulen Könnecke begannen die jüngsten Schüler mit vier, die damals älteste Schülerin war 2010 mit 65 Jahren dabei und hatte selbst erst mit 60 angefangen. Körperliche Vorerfahrung ist keine Voraussetzung, Kondition und Beweglichkeit entstehen im Training.

Wie oft sollte man trainieren, um Fortschritte zu sehen?

Idealerweise zweimal pro Woche, empfiehlt Thomas Könnecke: einmal, um eine neue Übung kennenzulernen, ein zweites Mal, um sie zu festigen. Trainiert wird barfuß auf Matten in normaler Sportkleidung; ein Probetraining bei den Taekwon-Do Schulen Könnecke ist ohne vorherige Anmeldung möglich.

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