Zeitungsausschnitt Traunsteiner Tagblatt vom 22. Oktober 2026: „»Erlaubt, nein zu sagen« – Selbstbehauptungskurs am ChG“ mit Foto von Trainer Thomas Könnecke im Schutzpanzer, der mit einer Schülerin eine Abwehrtechnik übt Zeitung

22. Oktober 2026 · Quelle: Traunsteiner Tagblatt

Traunsteiner Tagblatt: „Erlaubt, nein zu sagen“ – Selbstbehauptungskurs am Chiemgau-Gymnasium mit Thomas Könnecke

Das Wichtigste in Kürze

  • Im September und Oktober 2026 besuchten 92 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen des Chiemgau-Gymnasiums und des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein den vom Elternbeirat des ChG organisierten Selbstbehauptungskurs.
  • Kursleiter war Thomas Könnecke von den Taekwon-Do Schulen Surtal und Salzburg, unterstützt von seinen Söhnen Tyler und Julien.
  • Themen waren Angst als körpereigenes Alarmsystem, Körpersprache, Mobbing, Mutproben, Notwehr und Nothilfe sowie die Verlässlichkeit von Zeugenaussagen.
  • Praktisch geübt wurden Schock- und Grifflösetechniken – mit Priorität auf Überraschungsmoment, Weglaufen, lautem Hilferuf, Öffentlichkeit und Rettungsinseln statt auf Kampf.
  • Wegen der großen Teilnehmerzahl fand der dreiteilige Kurs in mehreren Blöcken statt. Bericht des Traunsteiner Tagblatts vom 22. Oktober 2026.

„Es ist erlaubt, nein zu sagen – manchmal muss man das sogar. Ihr habt das Recht, ein selbstbewusstes und sicheres Leben zu führen.“ Mit dieser Botschaft berichtete das Traunsteiner Tagblatt am 22. Oktober 2026 über den Selbstbehauptungskurs am Chiemgau-Gymnasium (ChG) Traunstein. 92 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen des Chiemgau-Gymnasiums und des Annette-Kolb-Gymnasiums nahmen teil, organisiert hatte den Kurs der Elternbeirat des ChG.

Wer den Kurs leitete

Kursleiter war Thomas Könnecke von den Taekwon-Do Schulen Surtal und Salzburg, unterstützt von seinen Söhnen Tyler und Julien. Weil sich so viele Kinder angemeldet hatten, fand der Kurs, der drei Einheiten umfasst, in drei Blöcken an mehreren Terminen im September und Oktober 2026 statt, an denen die Kinder flexibel teilnehmen konnten; die letzte Einheit war am 18. Oktober.

Angst, Körpersprache und der Blick aufs Handy

Nach der ausführlicheren Pressemitteilung des Elternbeirats waren das Erkennen von Angst und der Umgang damit ein zentrales Thema: Wie lässt sich dieses körpereigene Alarmsystem nutzen? Dazu kam die Körpersprache – die eigene bewusst einzusetzen und die der anderen zu lesen, um sich nicht als leichtes Opfer „zu verkaufen“. „Ein Täter oder Aggressor sucht ein leichtes Ziel. Seid am besten nicht an dem Ort, wo die Gefahr ist“, riet Thomas Könnecke. „Geht auf beleuchteten und belebten Wegen, vermeidet dunkle Ecken, denkt schlau voraus und seid wachsam!“ Eindrucksvoll war das Feedback einer Wahrnehmungsübung, bei der sich ein Kind gespielt auf sein Handy konzentrierte, während es im Straßenverkehr oder im Zug unterwegs war.

Mobbing, Mutproben, Notwehr

Beim Thema Mobbing ging es darum, wie sich solche Strukturen durchbrechen lassen: Meist will das Opfer andere nicht verletzen, während die Täter die Grenzen immer weiter überschreiten – und selten gibt es nur Opfer und Täter, sondern weitere Beteiligte, die aktiv oder passiv mitmachen. Einig waren sich die Kinder auch bei den Mutproben: Ein echter Freund verlangt keine, denn man wird dadurch nur erniedrigt und gehört am Ende trotzdem nicht dazu.

Notwehr und Nothilfe wurden ebenfalls besprochen, einschließlich der Frage, wie Hilfe in dieser Altersgruppe aussehen kann. Aufschlussreich war die Beobachtung, wie unterschiedlich Zeugenberichte ausfallen: Gehör und Blick sind selektiv, es kommt stark auf die eigene Wahrnehmung an – und je mehr Zeit bis zur Aussage vergeht, desto wichtiger sind Notizen.

Selbstbehauptung für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen: Die Taekwon-Do Schulen Könnecke kommen mit Kursen und Projekttagen in die Einrichtung.

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Viel Praxis – aber nicht zum Kämpfen

Im Kurs wurde viel geübt, vor allem Schock- und Grifflösetechniken. Die Priorität lag dabei ganz klar nicht auf der Verteidigung, sondern auf dem Überraschungsmoment, dem Weglaufen, dem lauten Hilferuf, dem Herstellen von Öffentlichkeit und der Suche nach Rettungsinseln. „Es ist wichtig, dass ihr mehrere Techniken beherrscht, damit ihr im Notfall schnell reagieren und die Taktik ändern könnt. Ihr habt nur wenige Sekunden“, schärfte das Trainerteam den Schülern ein. Dieselben Grundsätze gelten auch im regulären Training, siehe Selbstverteidigung im Taekwon-Do.

Elternbeiratsvorsitzende Claudia Lahr, die den Trainern am Kursende eine Aufmerksamkeit überreichte, freute sich über die aufmerksamen Kinder: „Immer wieder bekommen wir Feedback, dass Kinder, die tatsächlich in Extremsituationen geraten sind, durch die intensive Übung im Kurs besonnen reagieren konnten, so dass am Ende Gott sei Dank nichts passiert ist. Da hat sich jede Sekunde Kurszeit rentiert.“

Einordnung: Kurse an Schulen seit über 20 Jahren

Der Kurs am Chiemgau-Gymnasium reiht sich in eine lange Reihe von Schulprojekten ein: 2025 unterrichtete Thomas Könnecke auf Initiative des Elternbeirats an der Grundschule Surberg, im Februar 2026 lernten Grundschulkinder im Kurs „Nein!“ zu sagen und sich zu befreien, und schon 2017 ging es an der Mittelschule Teisendorf für die 7. und 10. Klassen um Angst als Verbündete. Warum gerade die Altersgruppe der Fünft- bis Siebtklässler davon profitiert, erklären die Beiträge Mobbing bei Jugendlichen erkennen und stoppen und Selbstvertrauen bei Kindern in Traunstein stärken.

Traunsteiner Tagblatt, 22. Oktober 2026 (Autorenkürzel „fb“): Trainer Thomas Könnecke übte mit den Schülern wichtige Abläufe – denn die richtige Abwehr muss trainiert werden. Zusätzliche Angaben aus der Pressemitteilung des Elternbeirats des Chiemgau-Gymnasiums.

Selbstbehauptung ist Teil jeder Trainingsstunde: Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene – zwei kostenlose Probetrainings an allen Standorten zwischen Chiemsee und Salzburg.

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Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen: Traunsteiner Tagblatt: „Erlaubt, nein zu sagen“ – Selbstbehauptungskurs am Chiemgau-Gymnasium mit Thomas Könnecke

Wer darf am Selbstbehauptungskurs am Chiemgau-Gymnasium teilnehmen?

Der vom Elternbeirat des Chiemgau-Gymnasiums organisierte Kurs richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen. 2026 nahmen 92 Kinder des Chiemgau-Gymnasiums und des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein teil. Für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen bieten die Taekwon-Do Schulen Könnecke solche Kurse als Kindergarten- und Schulprojekte an.

Was lernen Kinder in einem Selbstbehauptungskurs mit Thomas Könnecke?

Beim Kurs am Chiemgau-Gymnasium Traunstein im Herbst 2026 standen Wahrnehmung und Verhalten im Mittelpunkt: Gefahrenorte meiden, beleuchtete und belebte Wege wählen, Angst als Alarmsignal nutzen, Körpersprache lesen und selbst einsetzen, Mobbing-Strukturen erkennen und durchbrechen, Mutproben ablehnen. Dazu kommen Notwehr und Nothilfe sowie praktische Schock- und Grifflösetechniken, bei denen Weglaufen, lauter Hilferuf und das Herstellen von Öffentlichkeit Vorrang vor dem Kampf haben. Wie das im regulären Training weitergeht, zeigt die Seite Selbstverteidigung.

Warum üben die Kinder mehrere Techniken statt einer?

„Es ist wichtig, dass ihr mehrere Techniken beherrscht, damit ihr im Notfall schnell reagieren und die Taktik ändern könnt. Ihr habt nur wenige Sekunden“, erklärte Trainer Thomas Könnecke den Schülern laut Traunsteiner Tagblatt. Wer mehrere Reaktionen eingeübt hat, bleibt auch dann handlungsfähig, wenn die erste nicht wirkt.

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